Auf einem Frachtschiff durch die Südsee: Ich habe nichts als die Freiheit.

Südseezauber

Südseezauber

Aus der Überlegung heraus, wie ich aus knapper Zeit und knappem Budget das meiste aus Französisch Polynesien herausholen kann, wurde die Idee geboren, „Tuamotu“ von einem Frachtschiff aus zu besichtigen. Diese weltgrößte Gruppe von Korallenatollen umfasst 78 Atolle und viele kleine einzelne Inseln. Der Tuamotu-Archipel ist die Inselgruppe mit der weltweit größten Ausdehnung und erstreckt sich dabei über mehr als 20000 km², eine Fläche größer als Westeuropa. Die Landfläche aller Inseln zusammen beträgt dagegen nur etwa 850 km².

Die Idee hatte Joseph, mein neuer Gastgeber hier auf Tahiti.

Die COBIAIII wird beladen.

Die COBIA3 wird beladen.

Ich finde die Idee gut, sie klingt nach Abenteuer. Als ehemaliger Bootsbesitzer hat er die besten Kontakte und kennt den Kapitän meines nächsten Transportmittels. Mit Trinkwasser und Proviant ausgestattet komme ich bestens gelaunt am Hafen von Papeete an. Hier herrscht geschäftiges Treiben. „Das ist dein Boot!“, ruft Joseph lachend und zeigt auf einen grauen Kahn.

Mein neues "Zuhause"

Mein neues "Zuhause"

Ein Kran hievt gerade Frachten an Bord, schwitzende Männer mit Sicherheits-Helmen beladen das Schiff. „Ach ja“, mein ich „im Notfall würd ich auch mit sowas reisen…“. Ich dachte seine Bemerkung wäre ein Schertz!!!!

Nein. Das war es nicht Kathrin, oder wie hast du dir einen Frachter auf See vorgestellt? Hell getüncht von außen und weiße Menschen in Polohemden mit hochgeklapptem Kragen, Leinenhosen und fetten Spiegelreflexkameras um den Hals um die Puderzuckerstrände damit festhalten zu können an Bord?! Nein Madame Weltreisende, DIE nehmen ein anderes Boot.

Mit gutem Glauben in die richtige Richtung.

Mit gutem Glauben in die richtige Richtung.

Kurz perplex lasse ich mir meine Entgeisterung nicht anmerken. Der erste Schock ist schnell überwunden. Mein neues Zuhause ist also ein Frachtschiff, ein Kahn mit Kran obendrauf und meine Mitbewohner sind schwitzende, schuftende Seeleute. Ok.

Joseph stellt mich vor und gleichzeitig sicher, dass auf mich Acht gegeben wird. Und das wird es auch. :) Mein erster Eindruck der Crew ist positiv, ein junger Kapitän (mitte 30) und ein noch jüngerer zweiter Kapitän (27) aber die Arbeitsteilung an Bord ist sehr flexibel und so übernimmt auch der Mechaniker mal das „Ruder“.

Ich gehe an Bord. Meine Kabine: So große wie ein Fiat Panda, keine Fenster, links und rechts Etagenbetten, vor mir ein Schrank mit vier Fächern – keine Tür. Ich meine nicht am Schrank sondern – keine Eingangstür. Die Matratzen sind aus hygienischen Gründen mit rotem Plastik bezogen. Hmmm – wie gemütlich! Und dann – hatte Joseph nicht gesagt, ich brauche keinen Schlafsack?! „…You will have eeeeeeeeeeeverything on board.“ Das hatte er wohl mit der Aranui (sein ehemaliges Boot) verwechselt oder ich mich verhört. Vor meinem geistigen Auge sehe mich schon morgens wie ein Fliege am Fliegenfänger an der Matratze festklebend. Lecker.

Der zweite Kapitän.

Der zweite Kapitän.

Zum Glück habe ich als Reporter, meinem Patron und als einzige weiße Frau an Bord „V.I.P.-Status“ und man versucht mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Ich bekomme nicht nur mein frisches, sauberes Bettzeug, sondern auch ein Upgrate in die Seemannskajüte. Das Upgrate beinhaltet neben sympathischer Gesellschaft auch eine abschließbare Tür. Ich darf das Badezimmer des Kapitäns benutzen, werde zum Essen und zum Kaffee eingeladen – als

Talisman

Talisman

der erste Tag noch nicht zu Ende ist bin ich Mitglied der „Familie“. Der Abend auf See beschert uns einen unglaublichen Sonnenuntergang und einen spektakulären Himmel – atemberaubend! Ich weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, diese Tour zu machen.

Erster Tag auf See.

Der erste Tag auf See...

Die erste Nacht war nicht so lustig – oder vielleicht doch?

Ein Wort zu „Nächtigen auf einem Frachtschiff“: Jedes Mal, wenn ich gerade am Einschlummern bin, schrecke ich auf: „HILFE! Ich falle…..!“ Meine Güte schwankt das. Ich habe wirklich gedacht ich rolle und falle jeden Augenblick aus meinem Bett!

...geht zu Ende.

...geht zu Ende.

Dann dieser Lärm und die Jungs die dann und wann zum Arbeiten raus gerufen werden. Zum Glück habe ich Ohropax.

Auch der zweite Tag ist entspannt. Die Sonne, die unendliche Weite – nichts zu sehen bis zum Horizont – die Brise, das Glitzern des Wassers, die fliegenden Fische und ein paar Delphine die uns begleiten lassen meinen „wankelmütigen Schlaf“ schnell vergessen. Nach einer Bootsführung finden sich ein paar Passagiere und einige der Crew auf dem Dach wieder. Wir plaudern, genießen die Wärme den Wind, die Aussicht auf die Sandbänke, und Palmenhaine der ersten Atolle die jetzt in Sichtweite liegen.

Land in Sicht!

Land in Sicht!

Als es bereits Nacht ist wird auf einem einsamen Motu (polynesisch für Inselchen) Fracht ab- und aufgeladen. Auf diesem Minifleckchen Erde lebt dann tatsächlich auch nur ein Mann mit seinem Sohn wie Robinson Cruso mit Freitag. Das Motu liegt eigentlich nicht einmal auf der eigentlichen Route der COBIA. Die schweren Säcke – nein, man lässt mich partout nicht mit anpacken – beinhalten „Cobra“ (Kokosnussschalen) und Kaffeetellergroße Muschelschalen. Die aus welchen die berühmten Tahiti-Perlen entnommen werden!

Inseleinsiedler

Inseleinsiedler

Und so nehme ich den Beobachtungsposten ein und observiere das Geschehen. Nach Stunden harter körperlicher Arbeit geht es zurück aufs Boot… mir ist „so hintergründig“ immer ein bisschen schlecht. Ich hoffe das legt sich mit der Zeit und ich werde nicht wirklich Seekrank!

Die zweite Nacht schlafe ich wie ein Engel und freue mich wie ein kleines Kind auf den nächsten Tag…

…und meine freudigen Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden: Ich wache auf in FAKARAVA.

Mit dem Elektroauto unterwegs.

Mit dem Elektroauto unterwegs.

Inselrundfahrt.

Inselrundfahrt.

Nach einem kleinen Frühstück lädt mich meine sympathische Mitreisende Isabelle zu einer Inselrundfahrt ein. Sie und ihr Mann machen wie ich die komplette Tour der COBIAIII mit und bleiben wie ich die ganze Zeit an Bord. Andere kommen und gehen, springen auf und springen ab. Einfach aus Spaß die ganze Route mit abzufahren ist ungewöhnlich. Frachtschiffe sind neben den Flugzeugen ein wichtiges und verlässliches Transportmittel für die Einheimischen. (Weniger für Touristen ;) )

Als ich noch etwas schlaftrunken an Land gehe bin ich geblendet von der Sonne und der Schönheit die sich vor meinen Augen auftut: Wahrhaftig – ich bin im Paradies!

* Südseezauber *

* Südseezauber *

Fakarava

Fakarava

Hier bestätigt sich das stereotype Bild der Südsee wie es jeder vor Augen hat: Pudergezuckerte Strände gesäumt von kristallklarem Wasser, Palmenblätter glänzen im Sonnenlicht. Ich muss blinzeln so traumhaft schön ist es. Einfach perfekt. Als ich später wieder Mehr »

TAHITI…

…gehört geografisch zu den Gesellschaftsinseln (französisch: Îles de la Société). Sie ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Entgegen der verbreiteten Meinung ist Tahiti keineswegs von weißen Stränden umgeben. Die Insel hat nur verhältnismäßig wenige natürliche Strände, die überwiegend aus schwarzem, basaltischem Sand bestehen und hauptsächlich entlang der Westküste verteilt sind. Tahiti besteht aus zwei erloschenen Vulkanen. Ich meine auch schwarzer Sand kann dem Paradies nichts anhaben…

Vulkansandstrand

Vulkansandstrand

An(ge)kommen in Französisch Polynesien.

Abflug. Bye New Zealand

Abflug. Bye New Zealand

Obwohl beim Einchecken in Auckland (NZ) bereits alle Fensterplätze belegt sind, ergattere letztlich doch noch einen. Mein Sitznachbar schaut sichtlich pikiert, als ich mich lächelnd und entschuldigend an ihm vorbei quetsche, um den leeren Sitz neben ihm in Anspruch zu nehmen. Vom Abschieds-Amarula-Gläschen beschwipst und gewohnt redselig plappere ich den beleibten Herrn die folgenden Stunden in Grund und Boden. Erzähle ihm bestens gelaunt meine Geschichte(n). Wie es dazu kam, dass ich kurz vor meinem 30 Geburtstag meinen Job verloren und fast im gleichen Moment eine Weltreise gewonnen habe, meine Wohnung gekündigt, meine Möbel verkauft, alle Verträge

Bonsoir Papeete!

Bonsoirolynesia!

aufgelöst und auch sonst alle Zelte abgebrochen habe, um dann das was von meinem Leben übrig geblieben ist in Kisten verpackt hinter mir lassend, letztlich relativ spontan und relativ unvorbereitet zu m(e)iner Weltumrundung aufgebrochen bin, um für einen deutschen Radiosender als Backpackender Reporter von meinen Abenteuern zu berichten.

Je suis arrivé!

Je suis arrivé!

Bei der Landung drückt mir der ältere Herr lachend und mit der Bemerkung „…der leere  Sitz neben ihm hätte schon echt einen hohen Stellenwert gehabt, meine Person hätte den Platz aber dann noch einmal upgegrated, DIE Unterhaltung wärs ihm wert…“,  ein dickes Bündel Scheine in die Hand.

Stereotypes Bild am Flughafen.

Stereotypes Bild am Flughafen.

So lande ich ein paar Stunden später zwar mitten in der Nacht und wieder einmal ohne zu wissen wohin aber zumindest mit der Landeswährung ausgestattet in Französisch Polynesien.

TaaaaaaaaaaHiti! Die Südsee. Kristallklares Wasser, Kokosnüsse, Palmen, weite Lagunen und Atolle, Hummer, Fisch und Meeresgetier in Hülle und Fülle. Braungebrannte Surfer und Frauen mit Blumen im Haar. Und tatsächlich. Schon am Flughafen begrüßt eine tahitianische tanzende Schönheit (mit Blumenkranz auf dem Kopf) die Ankömmlinge. Im Hintergrund spielen dicke Männer in Blumenhemden Ukulele. Toll Toll. Ich stehe gleich mit meinem Diktiergerät neben „der Band“, mache Fotos und dokumentiere die ersten Töne meines neuen Abenteuers. Ach herrlich. Doch – Moment – genau. Wohin jetzt eigentlich?

Meinen Rucksack auf die nächste Bank hievend vernehme ich den Satz: „…I don’t know where to go and what to do right now…!“ Exakt das Gleiche habe ich auch gerade gedacht, lasse ich den Schweitzer wissen. Wir kommen ins Gespräch. Kurze Zeit später… sein Abholdienst und meine erste Bleibe können sich sehen lassen. Aussicht beim Aufwachen Tahiti Tag 1.

Erster Morgen in Tahiti

Erster Morgen in Tahiti

Le premier matin à Tahiti

Le premier matin à Tahiti

Am nächsten Morgen kontaktiere ich dann die Familie, deren Nummer ich vor 3 Monaten in Australien bekommen habe. Viele meiner Freunde, die Daheimgebliebenen und die neuen, fragen mich und sich, wie ich während meiner Reise zurechtkomme, wie ich das alles organisiere und wie ich denn schon wieder jemanden kenne der jemanden kennt. Da diese und ähnliche Fragen nun schon zum wiederholten Male aufgekommen sind, hier nur ein kleines Beispiel. Dazu kurz zurück nach Australien, genauer nach Boronia, einem Vorort von Melbourne.

1000 Steps (Kokoda Walk, Ferntree Gully National Park) AU

1000 Steps (Kokoda Walk, Ferntree Gully National Park) AU

Mein Vater ruft mich an, als ich gerade am Fuße der „Tausend Stufen“ im Dandenong Nationalpark stehe, um diese zu erklimmen. „..wie geht es dir Kind? Bist du gesund? Wie steht es mit deinen nächsten Plänen?“ – „Neuseeland – aha. Hast du dort schon Kontakte?“ „…Ja, einige wie es aussieht…“ „Und dein nächstes Ziel – Tahiti ja?“ “JA.“ „…UND? hast du dort schon Kontakte?“ „Nein.“ „NEIN?!?“ „Nein, oder kennst DU jemanden aus Französisch Polynesien?“ „Nein.“ „Hast du jemals schon einmal jemanden aus Tahiti getroffen? Nein. Ich auch nicht.“

Und so mache ich mich daran, die Stufen zu erklimmen. Oben angekommen ist erst einmal niemand zu sehen. Und dann doch. Zwei junge Männer fragen mich nach dem Weg und woher ich komme. Der französische Akzent ist unüberhörbar. „Wir sind wohl Nachbarn, meine ich. Ihr kommt doch aus Frankreich?!“ „Hm, naja, nicht wirklich – Eigentlich sind wir aus Tahiti!“  (!!!)

Und so kreuzt mein Weg nur wenige Augenblicke nach dem Telefonat, drei Monate vor meiner eigentlichen Ankunft in Tahiti „meine ersten Polynesier“. :) Mit allen Kontaktdetails ausgestattet, kann ich folglich ganze 20 Minuten später meinem Vater von meinen neuen Kontakten in Französisch Polynesien berichten.

Letztlich bin ich doch nicht bei dieser Familie gelandet, aber nichts geschieht durch Zufall. Geschichten wie diese begleiten meine ganze Reise von Anbeginn an. Einem Gedanken, einer Frage einem Bedürfnis folgt die Antwort.

Erster Tag in Papeete

Erster Tag in Papeete

So finde ich mich also am Morgen des nächsten Tages mit einem Stadtplan in der Hand und dem Plan eine Bleibe zu finden im Hinterkopf, auf der Hafenstraße Papeetes wieder. Ich komme mit einer jungen Frau ins Gespräch. Kurze Zeit später sitze ich mit ihr und ihrer Mutter im Auto. Das ursprüngliche Vorhaben, mich am Hotel abzusetzen kurzerhand ad acta gelegt, laden sie mich und mein Gepäck spontan im Hof des etwas überrumpelten Großvaters Mehr »

Neuseeland: Nordwärts auf der Nordinsel.

An Bord der Barbary - Lake Taupo

An Bord der Barbary - Lake Taupo

An Bord der Barbary - Lake Taupo

An Bord der Barbary - Lake Taupo

Die letzten Tage in Neuseeland stehen an. Nach abenteuerlichen Tagen in Taupo und dem schmerzlichen Verlust all meiner Fotos die ich seit meiner zweiten Landung in Neuseeland gemacht habe (u.a. Maoris, Tatoos, Tänze, Flugshow und ein spektakulärer Seegelturn mit der Barbary – hier zu sehen “Ersatzbilder Turn 2″), stellt sich für mich die Frage – wohin gehe ich jetzt noch und was ist möglich in der Zeit (10 Tage) dich noch habe?

Blick auf das "Lighthouse Cape Reinga"

Blick auf das "Lighthouse Cape Reinga"

Die Entscheidung fällt gegen ein Überwechseln zur Südinsel (die schaue ich mir dann bei meinem nächsten Besuch hier auf der Südhalbkugel an) und so heißt es für mich „nordwärts auf der Nordinsel“. Zeit verfliegt wie die Orte, die ich während meines letzten Roadtrips besuche. Das Programm ist straff und das Wetter – naja. Nicht viel besser als ich es von meinem letzten Abstecher hier vor ein paar Wochen in Erinnerung habe.

Der nördlichste Zipfel Neuseelands: Cape Reinga

Der nördlichste Zipfel Neuseelands: Cape Reinga

Der Weg das Ziel: zum Abschluss rauf bis zum nördlichsten Zipfel der Nordinsel, dem Cape Reinga wo die Tasmanische See auf den Pazifik trifft. Bis dorthin liegen noch einige Stationen auf dem Programm und so führt der Weg an der Ostküste entlang von Taupo aus über Tokaroa, Matamata, den Hotwater-beach, Orewa, Kawakawa, Kerikeri, Mangonui, Exhibition Bay, den 90 Miles beach der eigentlich nur 66 Meilen lang ist und Cape Reinga.

Nördlichster Landespunkt der Nordinsel, Cape Reinga.

Nördlichster Landespunkt der Nordinsel, Cape Reinga.

Wer sagt, diese wäre eine normale Reise?

Wer sagt, dies wäre eine normale Reise?

Der Hotwaterbeach begrüßt mich dann auch erwartungsgemäß mit Wasser. Allerdings ist dieses kalt und kommt von oben. Am Orewa-beach schlage ich dann einmal wieder mein Nachtlager in einer, nennen wir es „ungewöhnlichen location“ auf. Ungewöhnliche Umstände, kuriose Schlafstätte. :)

Hundertwassertoilette in Kawakawa

Hundertwassertoilette in Kawakawa

In Kawakawa statte ich der „Hundertwasser Toilette“ einen Besuch ab. Der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser (*15. Dezember 1928, +19. Februar 2000) verbrachte dort seine letzten Jahre. Nein, nicht auf dem Klo. In Neuseeland also – aha – interessant. Dort wurde er auch auf seinen Wunsch hin nackig in ein von ihm designtes Tuch gehüllt bestattet. Nun gut. Auf jeden Fall wurde dieses Stille Örtchen in dem für ihn typischen Stil gebrochener Keramik-Fliesen gestaltet. Dieses Motiv bietet Touristen und Passanten die gewohnt bunten Mosaikeinblicke und mir reichlich Material für meine Fotodokumentation „world’s best of toilette“, siehe Fotogalerie Facebook: bigFM Kathrin – around the world.

Tuatuas werden aus ihrer Schale befreit.

Tuatuas werden aus ihrer Schale befreit.

In Kerikeri mache ich dann etwas „typisch Neuseeländisches“: Ich befreie fangfrische Tua Tuas aus ihrer Schale. Nach dieser Geduldsarbeit wird das Muschelfleisch zu Hack verarbeitet und dann wie „Fleischküchle“ zubereitet. Sehr fein! Um diesen Shellfisch an Land zu locken empfiehlt es sich, während der Abenddämmerung mit den Füßen im Sand hin und her zu rutschen. Durch das Geräusch wird das Seafood angelockt. Die Tua Tuas kommen an die Oberfläche und können dann einfach eingesammelt werden.

Ich habe noch kein Souvenier (Armband oder Ähnliches) und dann stolpere ich über „sie“. Eine alte Singernähmaschine. Die letzten Stiche haben zerrissene Segel wieder zusammengeflickt. Bei einem Bootsmann auf dem Tisch, in der guten Stube steht sie dann auch. Ich bin begeistert. Ich liebe alte Stücke, vor allem wenn sie Charakter haben und eine Geschichte erzählen! Durch wie viele Hände (hier wörtlich zu nehmen) muss diese Maschine wohl schon gegangen sein und wie ist sie –wo auch immer produziert – bei einem urigen Seemann hier am anderen Ende der Welt in der Südlichen Hemisphäre gelandet?

Die alte Singer hats mit angetan!

Die alte Singer hats mit angetan!

Jimmy will sie loswerden. Echt? Wie viel? Kleines Geld…? So ein Zufall…. Meine Augen glänzen. Wenn ich nicht als Backpacker unterwegs wäre ja und … Ach was: „Ich nehm sie!“, die Entscheidung fällt spontan. Und so schippert eine „alte Lady“ nach vielen Jahren, Abenteuern, Besitzerwechseln und einem betriebsamen Leben „nach Hause“ um an ihrem Lebensabend in meinem neuen Zuhause als Dekorations- und Erinnerungsstück zu wirken. „WO“ dieses Zuhause letztlich sein wird Mehr »

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Taupo und die Besteigung des Schicksalsberges

Lake Taupo

Lake Taupo

Im Zentrum der Nordinsel Neuseelands gelegen, ist das Städtchen Taupo umgeben von einer saftig-grünen hügeligen Landschaft und wird bestimmt durch die grandiose Aussicht auf den Lake Taupo. Dieser durch den Ausbruch eines  „Supervolcanos“ entstandene Riesenkrater bildet den flächengrößten See Neuseelands. Auch in diesem Ort muss man nicht lange nach der nächsten heißen Quelle suchen. Ein Spaziergang am Hafen und den Segelbooten vorbei führt in den Thermal Park. Dort lässt es sich ganz hervorragend in einem der Naturpools entspannen. Eine badewannenheiße Dusche und dann hinausschwimmen in die eiskalte Strömung des Flusses – und wieder zurück. Das Ganze mit Blick auf Felsen und kristallklares Wasser – einfach herrlich!

Mount Ngauruhoe, Das ist der Schicksalsberg (Mount Doom) in der Verfilmung von "Der Herr der Ringe"

Mount Ngauruhoe, Das ist der Schicksalsberg (Mount Doom) in der Verfilmung von "Der Herr der Ringe"

Tongariro Alpine Crossing

Tongariro Alpine Crossing

Wer einmal in Taupo ist hat meistens auch eines auf dem Plan: Tongariro Trekking. Das Tongariro Alpine Crossing ist der beliebteste Wanderweg Neuseelands und kann als Tagestour geplant werden. Knapp 20 Kilometer werden angegeben, diese schließen aber nicht die Besteigung des Mount Ngauruhoe ein.

Ich nehme den späten Bus um 06.10Uhr, plaudere mit dem Busfahrer. Für mich gilt es herauszufinden, ob ich die mit 3 Stunden angelegte Extratour zum Gipfel des 2291 m hohen Ngauruhoe noch einplanen kann. Der Busfahrer bestätigt die „Horrorszenarien“ von denen ich nun schon von mehreren Seiten gehört habe.

Oberflächenbeschaffenheit Mount Ngauruhoe

Oberflächenbeschaffenheit Mount Ngauruhoe

Am Abend zuvor in der Küche des Hostels erhalte ich einen brühwarmen Erfahrungsbericht von zwei Erstbesteigern: scharfkantiges Geröll, dass sich bei jedem Schritt löst. Steigungen die einen auf alle Viere zwingen. Wegbeschreibung? Fehl am Platz – die Empfehlung: sich bis zum Gipfel durch bzw. hochkämpfen.

Der Busfahrer sagt, „für Passagiere des zweiten Busses ist es nicht möglich,“ die Besteigung zeitlich zu schaffen, da man rechtzeitig zurück am Parkplatz eintreffen muss. Nebenbei erzählt er mir von kürzlich verunglückten Touristen, gebrochenen Knochen, Rettungshelis, Steinschlägen und Toten.

Man rät mir eindringlich von der Besteigung des Kraters ab und das von allen Seiten!

Ich könne ja mal einen Blick riskieren und mir die Beschaffenheit der ersten Meter des Anstiegs anschauen. (das hatte ich sowieso vor ;) )

Gut gelaunt bringe ich den ersten Streckenabschnitt, den Devil’s Staircase, in einer Landschaft erkalteter Lavaströme, Geröll und Vulkanasche hinter mich. Das Treppenhaus des Teufels wird seinem Namen meiner Meinung nach nur aufgrund der Umgebung gerecht – aber das ist rein subjektiv. Nach dem Durchschreiten des South Craters folgt der besagte Anstieg zum Red Crater.

Ein Päuschen in Ehren...

Ein Päuschen in Ehren...

Nachdem ich ein gutes Stück hinter mich gebracht habe, beschließe ich aufgrund meiner ja angeblich zu kurz bemessenen Zeit eine Pause einzulegen, es gemütlich anzugehen, die Aussicht und die Natur zu genießen. Da sitze ich also total entspannt. Ich habe noch massig Zeit, den Ketetahi-Parkplatz auf der anderen Seite gemächlich zu erreichen – wohl bemerkt: ohne den Aufstieg.

Ein junges Paar kämpft sich an mir vorbei den Abhang hoch. Ich komme mit dem Holländer ins Gespräch – sie müssen später auch zum Bus. AHA?! Wie… und wollen hier noch auf den Gipfel hoch. Jetzt noch? Ein zweiter Blick auf die beiden – und ich bin auf den Beinen: STARTKLAR! Wenn DIE das packen – hallo – dann lasse ich mir das nicht entgehen (!) – wenn ich doch schon mal hier bin…

Ich liebe Abenteuer!

Ich liebe Abenteuer!

Gesagt getan. Wie eine Gämse, ach – Gazelle hört sich besser an. :) Steige, klettere, krabble ich also über das sich tatsächlich unter meinen Turnschuhen lösende Geröll. Es ist wirklich steil! Ich Liiiiiiiiiebe Abenteuer und sportliche Herausforderungen!

Aufblick

Aufblick

Den Gipfel habe ich recht schnell und ohne Todesängste ausstehen zu müssen, erklommen. Da ich der Zeit und der restlichen Herausforderung was Strecke, Anstieg und Kilometer anbelangt nun mehr als positiv entgegensehe, gönne ich mir eine ausführliche Pause. Schmause mein Fresspacket bis auf den letzten Brösel leer, inhaliere die Natur bis zum Horizont. Zwei letzte Fotos und dann – hmmm – eventuell könnte es jetzt doch knapp werden…!?!?

Yep!

Yep!

Yep!

Yep!

Hat man die richtige Technik ist der Abstieg „ein Klacks“ und in wenigen Minuten zu machen. Mein Tipp: einfach in großen Schritten nach unten Schreiten – und ich meine Schreiten. Sich nicht irritieren lassen, wenn man dabei kniehoch in Sand, Asche und Geröll versinkt. Lange Hosen sollte man schon tragen, denn die Steine sind scharf wie ich am eigenen Leib erfahren musste.

Vulkanlandschaft

Vulkanlandschaft

Die Zeit im Nacken beschließe ich wieder unten angekommen die restlichen Kilometer des Alpin Trekkings zu rennen. Den Rucksack auf die Brust geschnallt und los geht’s. Über Stock und Stein, vorbei an tapferen Wandereren und gemütlichen Spaziergängern, erstaunte Blicke folgen mir. Alle überholend, im Zickzack bergauf und bergab komme ich mir vor wie eine Superheldin in einem Computerspiel. (Irgendwo überhole ich auch das holländische Pärchen, sie haben die Besteigung unterwegs abgebrochen.) Ab und an bin ich selbst erstaunt wie fit ich bin. Es macht mir einen Heidenspaß die knapp 20 Kilometer des Trekkings ganz nach meinem Gusto alleine durch die Natur zu bewältigen. Hatten die Besteiger des „Mount Doom“,  der die Kulisse für den Schicksalsberg aus Herr der Ringe Mehr »

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April April…!

April April :)

April April :)

Ich wünsche allen einen gut gelaunten, fröhlichen 1. April!!!! Viel Spaß beim wie auch immer “Sonntaggenießen” – ich bereise weiter Neuseelands Nordinsel und erreiche heute Nachmittag vielleicht sogar schon den hotwaterbeach. Dort gräbt man sich seine Badewanne in den Sand, die füllt sich dann von selbst mit heißem Thermalwasser – Natur – einfach grandios!

In Neuseeland heißt der Tag der hier mit der gleichen Tradition gefeiert wird “April Fools Day”. Ich bin dem “Schabernak” entkommen….

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Australien, Klappe die letzte und Neuseeland: Die zweite.

Surfers Paradise/Gold Coast (AU)

Surfers Paradise/Gold Coast (AU)

Das tropische Klima der australischen Ostküste, die Gold Coast und Surfers Paradise hinter mir lassend, sitze ich wieder im Flugzeug gen Neuseeland. Flugdestinationen der letzten Wochen: Melbourne -> Sydney-> Ayers Rock -> Sydney -> Christchurch (NZ) -> Gold Coast-> Brisbane -> Sydney-> Ayers Rock-> Sydney-> Auckland (NZ).

Zurück in Down Under durfte ich an der Gold Coast, wie auch schon in Boronia nahe Melbourne, australische Gastfreundschaft erfahren.

Schwarzwälder Kirschtorte in den Tropen

Schwarzwälder Kirschtorte in den Tropen

Ich war bei einer Familie zu Gast und konnte dabei in Queensland seit langem einmal wieder „normalen“ Alltag und ein „Zuhause“ miterleben. An meinem ersten Tag in diesen tropischen Gefilden haben wir dann auch tatsächlich eine Schwarzwälder Kirschtorte gebacken. Ich komme aus Baden und bin in der Ortenau, Vorbergzone des Schwarzwalds in Baden-Württemberg geboren und aufgewachsen. Der Kuchen ist gelungen, wobei ich insgeheim an einen Ausflug in den Schwarzwald denke. Eine Wanderung, viel frische Luft und dann einen heißen Kaffee und den Geschmack von Schwarzwälder Kirschtorte nach dem Originalrezept, in dem die Kirschen noch so richtig beschwipst sind.

Half the globe is behind me.

Half the globe is behind me.

Aber das liegt noch in der Ferne. Es gilt noch so einiges zu erleben, denn schließlich liegt „auf dem Weg zurück nach Hause“ doch noch die andere Hälfte des Globus vor mir.

An der Gold Coast habe ich mir Broad Beach und Surfers Paradise angeschaut. Weite Strände und viel kommerzieller Tourismus. Ich entdecke den göttlichen Geschmack von Buttscotch-Schnaps für mich und erfahre, dass Avogatto kein Takt sondern ein Dessert ist.

Vampire Show Broad Beach / Gold Coast

Vampire Show Broad Beach / Gold Coast

Amüsiere mich beim Dinner in der Vampire Kabarett-Show, besuche den Australien Zoo,

Auf Tuchfühlung mit einem Kängaroo/Australien Zoo

Auf Tuchfühlung mit einem Kängaroo/Australien Zoo

gehe dort auf Tuchfühlung mit Koalas, Kängaroos und einer Python. Ich denke an den Anfang meiner Reise in Asien zurück.

Bootsausflug an der Gold Coast

Bootsausflug an der Gold Coast

Hier mache ich mal kurz das, was alle Touristen hier an der Gold Coast so machen und verbringe eine lustige Zeit.

"Schöner wohnen" an der Gold Coast

"Schöner wohnen" an der Gold Coast

Ich wohne mit einer Freundin in einem tollen Appartement mit Blick auf den Ozean, ich liebe es mit diesem Geräusch einzuschlafen. Dennoch, ich sehne mich wieder nach der Natur! Wo könnte ich sie finden, wenn nicht in Neuseeland?!

Wap-O-Tapu Geothermal Wonderland

Wai-O-Tapu Geothermal Wonderland

New Zealand: Die Welt ist doch so klein. Eine Freundin, die ich während meines Auslandssemesters vor ein paar Jahren in Spanien kennengelernt (und seither nicht mehr gesehen) habe, hat sich auch gerade auf Weltreise begeben. Wie es der „Zufall“ will, kreuzten sich unsere Wege am anderen Ende der Welt. Wir sind am exakt gleichen Tag in Auckland.

Geothermal activiti rund um Rotorura

Geothermal activiti rund um Rotorura

Von dort aus geht es für uns weiter nach Rotorura. Berühmt berüchtigt für die Schwefelausdünstungen wird das Städtchen seinem Ruf gerecht. Es dampft an allen Ecken und beim morgendlichen Joggen durch den Park sollte man zumindest gut gefrühstückt haben. Insgesamt nichts für feine Nasen aber das Umland bietet ein absolut sehenswertes Naturspektakel. Dampfende und blubbernde Moorteiche, farbige Seen und heiße Quellen. Auf dem Weg zum National Park sollte man es sich nicht entgehen lassen, ein entspanntes Bad in dem heißen Fluss nahe des Wpa-Wonderland zu nehmen. Perfekt temperiertes heißes Wasser plätschert durch die saftige Natur.

Kerosine Creek nahe Rotorura

Kerosine Creek nahe Rotorura

Als ich mich in dem dampfenden Fluss durch den grünen Tunnel mittreiben lasse, komme ich mir vor wie in einem hervorragend inszenierten Schauplatz eines Waterworld-Familienparks, wofür man eigentlich Eintritt bezahlen müsste. Dieses Spa hat Mutter Natur wieder einmal grandios angelegt!

Erholt von der frischen, wenn auch gewöhnungsbedürftigen Luft, heißt unser nächstes Ziel gen Süden: TAUPO.

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Einmal Neuseeland und zurück

Ein erster Blick auf Neuseeland

Ein erster Blick auf Neuseeland

Ich bin glücklich und dankbar, als ich aus dem Fenster blicke und unter mir zum ersten Mal die grünen Hügel Neuseelands sehe. Neuseeland, ein Traum für viele. Weiter weg von Zuhause geht jetzt wirklich nicht mehr.

Nach der australischen Hitze ist das kühle Wetter in Christchurch für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Es ist windig, es tröpfelt. Fröstel. Die Auswirkungen der Erdbeben (das letzte in der Stärke 6.3. war im Februar) sind unübersehbar. In der Fußgängerzone sind bunte Container mit Schaufenstern aufgestellt, wo unlängst noch schöne Häuserfassaden zum Einkaufen und Bummeln eingeladen haben. Große Teile des Zentrums sind komplett abgeriegelt.

Spuren der Erdbeben in Christchurch

Spuren der Erdbeben in Christchurch

Sperrzone in Christchurch

Sperrzone in Christchurch

Hier und da bekommt man Einblicke in die Ruinen. Das ehemals beliebte Städtchen  erinnert an vielen Stellen an eine Geisterstadt. Der Supermarkt ist fast nur mit dem Auto zu erreichen, die Bibliothek wurde temporär in ein anderes Gebäude verlegt. Dort sitzen dann auch die Reisenden, Ankömmlinge und Backpacker vor den Computern und über ihren Laptops. Es ist warm, trocken und das Internet wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

Rund um Mount Sunday/Southern Island

Rund um Mount Sunday/Southern Island

Rund um Mount Sunday/Southern Island

Rund um Mount Sunday/Southern Island

On the road again

On the road again

Abenteuerlustig mache ich mich mit einem Italienischen Backpacker trampend auf den Weg die Südinsel zu erkunden. Wir kommen bis Ashburton. Das Wetter wird nicht besser und die Prognose verspricht keinen Aufschwung. Nach einem Ausflug zum „Mount Sunday“, der die Szenerie für „Edoras“ in Herr der Ringe stellte, beschließen wir spontan unser Lager unweit der Straße aufzuschlagen und die Nacht im neu erstandenen Zelt meines Mitreisenden zu verbringen. Es wird schnell dunkel und die Wahl des Zeltplatzes lässt zu wünschen übrig.

Spontanes Nächtigen mitten in der Natur

Spontanes Nächtigen mitten in der Natur

Nein. Gemütlich ist es wirklich nicht ohne Matratze unter einer Eisenbahnbrück zu nächtigen. Der nächste Morgen ist demnach auch ernüchternd und wir beschließen in der Hoffnung auf besseres Wetter wieder zurück nach Christchurch und weiter gen Süden aufzubrechen. Wieder in der öffentlichen Bibliothek angekommen ist meine Stimmunggedrückt. Nachdem die Warnungen von Schlechtwetterfronten und Erdbeben nicht aufhören muss ich eine Entscheidung treffen. Eine Erdbebenwelle später drücke ich spontan die Taste: „Gold Coast. buchen“.

Mount Sunday

Mount Sunday

Am nächsten Tag sitze ich im Flugzeug zurück nach Australien. Als ich in meinem letzten Bericht über Australien geschrieben habe „…und ich weiß schon jetzt, dass ich zurückkommen werde…“, habe ich selbst nicht damit gerechnet, dass das so umgehend geschehen würde…

Vielleicht habe ich zu schnell die Flucht ergriffen – ABER – Neuseeland, ich bin bald wieder da!

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DIE TAGE WERDEN LÄNGER OH LASSET UNS FREUEN!!!

Der astronomische Frühling wurde heute Morgen 6:14Uhr Mitteleuropäischer Zeit eingeläutet! (also nicht für mich.) An mir ging dieses Event einmal mehr fast völlig unbeachtet vorüber und das liegt nicht nur an der Verwirrung, die das diesjährige Schaltjahr und der Gregorianische Kalender stiften.
Der Frühlingsanfang wurde in diesem Jahr nämlich “vorverlegt”. Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass meine Heimat derzeit einfach sauweit weg ist…. doch eben nur fast – Der Lenz lässt herzlich grüßen und ich auch!
Dieses Foto habe ich vor zwei Wochen während der Austellung "wearable art" im Museum of Canterbury in Christchurch geschossen.

Dieses Foto habe ich vor zwei Wochen während der Austellung "wearable art" im Museum of Canterbury in Christchurch geschossen.

I took this picture two weeks ago during the exhibition “wearable art” shot in the Museum of Canterbury in Christchurch.

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Back to the outback and leaving Australia

Sonnenuntergang hinter Kata Tjuta (Uluru, Torthern Territory)

Sonnenuntergang hinter Kata Tjuta (Uluru, Northern Territory)

Zwei Monate sind definitiv zu kurz für diesen Kontinent und ich weiß schon jetzt, dass ich zurückkommen werde.

Die Tierwelt dieses Kontinents ist zugegeben faszinierend.

Aufgepasst! Watch out!

Aufgepasst! Watch out!

Da Australien lange Zeit isoliert war, konnten sich seltsame und faszinierende Tierarten entwickeln. Sonst nur im Zoo und auf Fotos zu bestaunen ist es für mich wie wohl für alle „Erstbesucher“ besonders aufregend, wenn einem dann die ersten fremden Spezies auch tatsächlich in der freien Natur begegnen. Resümee gesichtet:

Opossum gesichtet in Willson's Promotory

Opossum gesichtet in Willson's Promotory

Koala

Koala

Koala (kleines knuffiges eukalyptusfressendes Bärchen, auch Aschgrauer Beutelbär genannt), Opossum (eine Gattung der Beutelratte), Wombat (höhlengrabender Pflanzenfresser mit bärenähnlichem Aussehen; Angehöriger der Familie der Beutelsäuger), Lizard (englisch für Eidechse), Känguru (Beuteltier aus der Familie der Kängurus),

Skippy das Buschkänkuru

Skippy das Buschkänguru im Outback Alice Springs

Lizzard im Vorgarten (Uluru)

Lizzard im Vorgarten (Uluru)

Dingos (verwilderter Haushund wahrscheinlich vor etwa 6000 Jahren durch südostasiatische Seefahrer eingeführt), King Brown (die Königsbraunnatter gilt als die zweitgiftigste Schlange der Welt; dies ist auf die außergewöhnlich große Menge des von ihr verabreichten Giftes zurückzuführen), diverse Spinnen: Hier in Australien leben unter anderem die Red Back und die White Tale, beiden möchte man nicht näher begegnen und deshalb gilt es Schuhe und Klamotten vor dem Tragen immer gut auszuschütteln. Die witzige Springmaus (Familie der Nagetiere, zeichnet sich durch verlängerte Hinterbeine aus), Geckos (Familie der Schuppenkriechtiere die seit 50Mio. Jahren die Erde bevölkern),

EMU

EMU

Emu (flugunfähiger Laufvogel), Kamele (wurden im 19. Jahrhundert von Europäern auf dem Kontinent eingeführt und später in die Freiheit entlassen;

Kamel im OutbackKamel im Outback

Säugetier aus der Ordnung der Paarhufer), weiße prächtige – und im Vergleich zu dem was man aus dem Zoo- und Heimtierbedarf kennt – riesige weiße Kakadus und bunte Papageien.

Ich bin bei über 40 Grad durch den Busch gestapft, habe Klippen erklommen, Kängurus und Schlangen verfolgt. Fazit: Ich habe überlebt! Einen besonders lieben Gruß an dieser Stelle an meinen Vater :)

Cute!

Cute!

Nachdem ich während des Roadtrips den höchsten Berg Australiens (Mount Kosciuszku) bestiegen und die kleinsten Pinguine der Welt (Zwergpinguine, drollige Gefährten) an der Küste von Phillip Island gesehen habe, war es an der Zeit für „städtisches Treiben“. Mehr »

Kategorie: Unterwegs  One Comment